Klettern im Bochumer Bruch bei Wülfrath

Nur 20 Minuten Autofahrt entfernt von Essen und Düsseldorf liegt der Bochumer Bruch – ein stillgelegter Kalk-Steinbruch. Hier findet ihr Kletterrouten in allen Schwierigkeitsgraden von 3 bis 9 – und Seillängen von sieben bis 35 Meter. Wir haben einen Teil des Klettergebietes am Samstag erkundet. Hier teile ich meine Erfahrungen.

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Bochumer Bruch: Blick über die Wand im Osten mit den Sektoren Muppetshow I + II

Ich selbst bin Neuling im Vorstieg am Fels. Von daher fällt mir natürlich der Vergleich mit anderen Klettergebieten schwer. Allerdings gibt es ein paar Punkte, die mir am Bochumer Bruch gut gefallen haben:

Erstens ist eine vorherige Anmeldung per Webseite nötig (siehe am Ende des Beitrags). Das heißt, ihr meldet Euch online für Euren Besuch am gewünschten Tag und zur gewünschten Tageszeit für das Klettergebiet an. Dann erhaltet ihr per Mail eine Bestätigung und könnt Euch den Zugangscode für das Zahlenschloss am Café Zeittunnel in Wülfrath abholen. Das Gute daran: Im Klettergebiet herrscht Ruhe, da nur eine sehr begrenzte Zahl an Kletterern gleichzeitig Zutritt erhalten.

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Zweitens gibt es im Klettergebiet – insbesondere in den Sektoren Lehmriß und Muppetshow I – auch einfache Routen in den Schwierigkeitsgrad 3+ bis 5, die für jeden geübten Hallenkletterer ohne Probleme machbar sind. Hier ist auch der erste Haken immer so angebracht, dass wenig Gefahr beim noch wenig geübten Vorstieg besteht und es gibt immer einen festen Tritt für den Sichernden.

Drittens gibt es zu dem Gebiet einen sehr guten Kletterführer, den ihr Euch aufs Smartphone laden könnt und in welchem alle Sektoren gut beschrieben sind. Zudem sind auch die Routen am Fels selbst deutlich beschriftet und im Gebiet selbst hängen immer wieder laminierte Topos aus. Ihr findet Euch also super zurecht.

Was ihr auf jeden Fall benötigt neben dem üblichen Kletter-Equipment in der Halle: einen Kletterhelm. Im Gebiet gibt es immer wieder Steinschläge. Allein bei unserer Anwesenheit gab des mehrere Steinschläge, die ohne Helm alle ein sehr ungünstiges Ende haben würden. Aus meiner Sicht geht hier Sicherheit vor!

Einen Kletterführer als PDF, alle Informationen zu gesperrten Felsbereichen, zur Anmeldung und Anfahrt erhaltet ihr auf folgender Webseite: http://www.bochumer-bruch.de/

Viel Spaß bei Eurem Besuch im Bochumer Bruch und haltet Euch an die Regeln des DAV!

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Meine Erfahrungen mit dem Kletterschuh Scarpa Vapor V

Seit mehr als zwei Jahren bouldere und klettere ich mit dem Scarpa Vapor V – Zeit ein Fazit zu ziehen. Der Scarpa Vapor V ist wohl einer der Kletterschuhe, den ich in der Boulderhalle am häufigsten an den Füßen sehe. Ziemlich populär momentan – wenn auch mit abnehmender Beliebtheit, weil das Modell ja nun bereits einige Jahre auf dem Buckel hat und – nunja – keine Schönheit ist. Aber der Scarpa Vapor V ist einfach ein toller, bequemer Kletter- und Boulderschuh. Warum und wieso und wie meine Erfahrungen nach über zwei Jahren mit dem Scarpa Vapor V ausfallen, teile ich hier mit Euch.

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Der Scarpa Vapor V direkt nach dem Kauf – noch unverbraucht 🙂

Der Preis liegt leider im oberen Segment

Der Scarpa Vapor V ist mit regulär knapp 130 Euro kein besonders günstiger Schuh. Mein erstes Paar habe ich genau für diesen Preis im örtlichen Fachhandel bei Albatros in Essen gekauft. Das zweite Paar nun ein halbes Jahr später für rund 104 Euro auf Bergfreunde.de. Aber im Allgemeinen plädiere ich immer dafür Kletterschuhe vor Ort beim lokalen Händler zu kaufen. Der hält die Schuhe zum Anprobieren bereit und berät. Dann sind ein paar Euro mehr finde ich auch gerechtfertigt.

Scarpa Schuhe AG Vapor V Größe 41,5 lime fluo

Die Vorteile des Scarpa Vapor V

Der größte Vorteil dieses Schuhs ist aus meiner Sicht die unendlich bequeme Passform, was ich auch bereits von anderern Kletterern mit dem gleichen Schuh gehört habe. Der Scarpa Vapor V hat einen sehr geringen Vorspann und ein breites Zehenbett. Außerdem weitet sich der Schuh mit der Zeit deutlich – daher lieber eine Nummer kleiner kaufen! Die mittel harte Sohle vom Typ Vibram XSGrip 2 gibt sowohl beim Antreten von kleinen Tritten und beim Treten auf Reibung auf der Platte genug Grip – egal ob auf den Zehenspitzen oder an den Innenseiten. Ein High-Performance Kletterschuh ist er damit allerdings noch lange nicht. Dafür überzeugt mich der Schuh mit seiner wirklich guten Verarbeitungsqualität. Ich trage den Schuh seit zwei Jahren mindestens einmal die Woche und habe ihn bereits mehrfach in der Waschmaschine gewaschen sowie mehrfach besohlen lassen (Tipp für Neubesohlung von Kletterschuhen: http://www.derschuhmacher.de/). Und trotzdem sind alle Nähte noch fest und alles in Form. Langlebigkeit ist also garantiert – und das auch ohne große Pflege. Am besten eignet sich der Schuh aus meiner Sicht als bequemer Zweitschuh beim Bouldern oder als Hauptschuh beim Klettern im mittleren Schwierigkeitsgrad.

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Links: Nach mehreren Monaten ist die Sohle runter. Rechts: Noch frisch und unverbraucht.

Die Nachteile des Scarpa Vapor V

Wie bereits geschrieben: Ich bin aktuell dazu übergegangen den Scarpa Vapor V nur noch als Zweitschuh zu nutzen – immer dann, wenn mir meine Ocun Oxi zu eng werden und meine Füße mal Freiraum brauchen. Denn der Scarpa bietet durch den kaum vorhandenen Vorspann weniger Trittsicherheit als der Ocun. Ein weiterer großer Nachteil sind die zwei Klettverschlüsse sowie der Gummi auf der Oberseite des Schuhs. Beim Toehooken behindern die Velcros mich extrem und der Gummi auf der Oberseite ist so hart und schlecht angebracht, dass Toehooks eher wegrutschen als mit anderen Schuhen und ich schlechter Spannung aufbauen kann. Außerdem ist in der Ferse immer etwas Luft, da dort das Material eine Wölbung aufweist. Das führt bei mir dazu, dass beim Heelhook der Schuh zwar fest sitzt aber ich immer das Gefühl habe er rutscht mir gleich vom Ballen. Naja, und es gibt einen weiteren Minuspunkt für das wirklich hässliche Design des Scarpa Vapor V – klar, sowas spielt eine untergeordnete Rolle. Aber die Schuhe gehören mittlerweile zur Sorte der hässlichen Entlein.

Ocun Oxi S Größe UK 9,5 basic

Mein Fazit zu diesem Schuh

Kauft ihn Euch, wenn ihr einen bequemen Kletterschuh im einfachen bis mittleren Schwierigkeitsgrad sucht. Kauft ihn Euch, wenn ihr einen Schuh sucht, der lange hält. Kauft ihn Euch, wenn ihr mit dem unschönen Design klar kommt.

Was sind Eure Erfahrungen mit dem Schuh? Lasst mir unten einen Kommentar da!

Mehr zu Kletterschuhen hier.