Bouldern im Wald von Fontainebleau – Einfach der Hammer!

Meine Outdoor-Erfahrung im Bouldern haben sich bisher auf Nangijala am Essener Baldeneysee und auf Avalonia bei Herdecke beschränkt. Von Bouldern in Fontainebleau hab ich bisher nur geträumt. Jetzt war aber endlich die Zeit reif! Vier Tage waren wir im Magic Wood von Bleau. Viel zu wenig, um die tausenden Blöcke, die im Wald von Fontainebleau verstreut liegen zu bebouldern. Aber genug Zeit, um die beste Boulder-Experience meines Lebens zu genießen.

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Bouldern im blauen Zirkel (circuit bleau) am Rocher du Potala

Am ersten Tag haben wir uns erst kurz am Sektor Cul du Chien ausprobiert – direkt neben der surrealen Sandwüste mitten im Wald von Bleau gelegen. Der Tag war sonnig und mit über 25 Grad auch schon fast etwas heiß. Am Cul du Chien ist aufgrund der prominenten Lage im Bereich der Trois Pignons relativ viel Betrieb. Nicht nur Boulderer sind unterwegs sondern die halbe Pariser Bevölkerung fällt in den Wald ein. So sind wir nach kurzer Zeit in den dem Cul du Chien gegenüberliegenden Sektor 91.1. gewechselt.

In 91.1. gibt es einen gelben und roten Parcours, um sich warm zu bouldern und sich an den Sandstein zu gewöhnen. In beiden Gebieten sind die Boulder in den vergangenen Jahrzehnten allerdings schon stark beansprucht worden und somit schmierig und abgewetzt. Der Sand auf dem Boden trägt ebenfalls stark dazu bei.

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Einer meiner ersten Boulder im Sektor 91.1. – den Namen habe ich leider nicht parat

Als Boulderführer habe ich mir schon lange vor der Reise den Essential Fontainebleau besorgt. Essential Fontainebleau: A Stone Country Bouldering Guide Der Vorteil an diesem Guide ist, dass er wenig kostet und relativ dünn und leicht ist – also perfekt für den Rucksack. Der Nachteil ist, dass dadurch natürlich nicht alle Boulder im Detail mit ihrem Schwierigkeitsgrad aufgeführt werden. Als erste Orientierung für Bleau-Neulinge kann ich den Guide aber wirklich empfehlen. Alle farbigen Parcours sind hier abgebildet.

Das beste am Magic Wood von Fontainebleau ist die Weitläufigkeit. Es gibt so unendlich viel zu entdecken und Jahr für Jahr entstehen neue Boulder. Langeweile kommt hier nicht auf und jeden Morgen konnte ich es gar nicht erwarten endlich wieder mit dem Crashpad auf dem Rücken los zu gehen.

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Auf geht`s nach Rocher du Potala in Trois Pignons

Mit elf Personen hatten wir fünf Crashpads – gerade genug, damit jeder ausreichend beim Absprung geschützt war. Ich selbst hab mir kurz vor der Reise noch ein zweites Crashpad online gekauft – das Modell Sundance von Ocun. Mit dem war ich bisher schon zufrieden und warum was Neues probieren, wenn das Bewährte doch gut ist. Ich mag die Trageriemen für den Rücken, das leichte Gewicht, die Flexibilität durch Reißverschlüsse und die gute Dämpfung.
Ocun Paddy Sundance Crashpad

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Das Crashpad Ocun Sundance – hier das Bergfreunde-Modell

Am Rocher du Potala waren wir gleich zwei Tage hintereinander bouldern. Und trotzdem haben wir keinen der Parcours von Anfang bis Ende durchgezogen. Manche Probleme brauchen ihre Zeit.

Diese Diashow benötigt JavaScript.

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Erstaunlicherweise waren meine Arme nach dem ersten Tag weniger platt als gedacht. Damit waren auch die kommenden Bouldertage gerettet. Nichts Schlimmeres, als sich bereits am ersten Tag komplett auspowern.

Übernachtet haben wir nicht wie die echten Bleausards auf dem Campingplatz sondern im „Hotel“ Caribou Aventure im Ort Noisy-sur-École nahe Milly-la-Forêt. Das liegt nur wenige Minuten Fußweg von Trois Pignons und eignet sich daher ziemlich gut für alle die, die nicht im Zelt übernachten wollen – auch wenn die Preise für die Zimmer (Gites) leicht überzogen sind.

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Das Gelände von Caribou Aventure in Noisy-sur-École

Das Caribou Aventure hat neben einem 25-Meter-Pool, einem Outdoor-Gym, einem Trampolin und Hochseilgarten auch noch ein extrem cooles Gadget zu bieten: Schlaf-Bubbles auf kleinen Plattformen hoch oben in den Bäumen.

Mein Fazit zu Bouldern in Bleau: Einfach der Hammer mit hoher Suchtgefahr! Im Herbst ist der nächste Trip nach Frankreich schon in Planung.

Eine erste Übersicht über die Bouldergebiete in Fontainebleau gibt diese Karte (Klick hier).

Was ist Eure Meinung zu Fontainebleau? Hinterlasst mir gerne einen Kommentar.

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