Erfahrungsbericht Boulderhalle Stuntwerk in Köln

Wer von Euch schon mal dort war, der weiß: Das Stuntwerk im Kölner Schanzenviertel ist auf jeden Fall NRWs hippste und vielseitigste Boulderhalle – in keiner anderen Boulderhalle könnt ihr so viele unglaublich tolle Dinge tun. Aber dazu komme ich weiter unten. Ich habe das Stuntwerk mal in Ruhe mit der Kamera um den Hals besucht und Fotos geschossen. Außerdem versuche ich Euch mal die Pro und Contras der Halle auf den Punkt zu bringen – wobei ich mir am meisten über die Contras Gedanken mache muss, denn davon gibt es kaum welche.

Das Stuntwerk von oben - mehr Boulderfläche gibt es fast nirgendwo anders
Das Stuntwerk von oben – mehr Boulderfläche gibt es fast nirgendwo anders in NRW | Das Foto entstand am Tag der offenen Tür im Juni 2015

Nur ein Jahr nach der Eröffnung ist das Stuntwerk schon eine der beliebtesten Indoorhallen für die Boulderszene rechts und links des Rheins. Man munkelt, dass sich sogar Düsseldorfer ins Stuntwerk verirren. Allerdings trifft es die Bezeichnung Boulderhalle nicht wirklich, denn das Stuntwerk ist viel mehr als nur eine große Halle, in der ihr Bouldern könnt. Das Stuntwerk lässt sich vielleicht eher als ein großes und buntes Zentrum für Bewegungskultur bezeichnen. Ihr könnt dort Kraftsport ausüben, Parkour trainieren, Eure Fitness optimieren, an Boulder- oder Parkourkursen teilnehmen oder eben auch ganze schnöde die zahlreichen Boulderprobleme knacken. Eine super Halle, um Kopf und Körper gleichzeitig fit zu halten.

Weiterlesen

Advertisements

Die besten Slackline-Tricks – Video vom Stuntwerk-Event

Wenn Euch Begriffe wie Frontflip, Backflip, Surfen oder Double Knee Drop fremd sind, dann gehört ihr schon mal nicht zu den Profis auf der Slackline. Auch ich selbst überlasse diese Slackline-Tricks denen, die es drauf haben. Mein eigenes Slackline-Knowhow beschränkt sich auf schnödes vorwärtsgehen. Ganz anders in dem Video zu den besten Slackline-Tricks, das ich vor dem Kölner Stuntwerk Mitte Juni zum Tag der offenen Tür und Birlikte-Fest aufgenommen habe.

Mehr rund um das Thema Slacklinen findet ihr in meinem verlinkten Blogbeitrag.

Slacklinen – der Trendsport für Mutige und Angsthasen

Die Slackline gehört bei sommerlichen Temperaturen in Deutschlands Metropolen schon fast zur Standardausstattung für den Besuch im grünen Park. Mittlerweile gibt es so viele Slackliner, dass viele Kommunen in den meisten Parks aus Angst vor Schäden an Bäumen die Nutzung der Slacklines untersagen. Vom Trend unter jungen Menschen hat sich Slacklinen mittlerweile sogar zur eigenständigen Sportart entwickelt. Die Profi-Slackliner zeigen immer verrücktere Tricks auf dem schmalen Band. Das Kölner Stuntwerk ist einer der Hotspots für Slackliner in Deutschland.

Slackline-Contest vor dem Kölner Stuntwerk während des Birlikte Festival am 14. Juni 2015
Slackline-Contest vor dem Kölner Stuntwerk während des Birlikte Festival am 14. Juni 2015

Was ist überhaupt eine Slackline?

Das erste Mal, dass ich eine Slackline gesehen habe, war in einer Boulderhalle – abgesehen von den tausenden von Trickvideos auf YouTube oder anderen Videoplattformen. In Boulder- und Kletterhallen gehört sie ursprünglich auch hin. Das Slacklinen oder auch Slacken bezeichnet das Balancieren auf einem wenige Zentimeter breiten Band, das unter dem Eigengewicht des Slackers dynamisch nachgibt. Erfunden wurde das Slacklinen wie so viele Trendsportarten um 1960 von Kletterfreaks in den USA. Die meisten Slacklines, die ihr in Parks zwischen zwei Bäumen befestigt seht, sind sogenannte Lowlines. Lowlines verlaufen nur wenige Zentimeter über dem Boden – meistens zwischen Knie- und Hüfthöhe. Ich persönlich nutze die Slackline als Trainingsgerät nach dem Bouldern oder Klettern, weil sie wunderbar den Gleichgewichtssinn des Körpers trainiert. Besser als jedes andere Trainingsgerät. Ich liebe es!

Das erste Mal auf der Slackline? Dann lasst Euch von Freunden helfen!
Das erste Mal auf der Slackline? Dann lasst Euch von Freunden helfen!

Wie geht Slacklinen eigentlich?

Die ersten Versuche auf der Slackline sind wirklich ein pain in the ass. Ich habe immer wieder das Gefühl, als ob es Frauen leichter haben. Sie finden leichter das Gleichgewicht ihres Körpers – das ist aber nur meine Erfahrung. Am besten ihr spannt Euch zum Start eine relativ kurze Leine. Zehn Meter sollten reichen – eine 25 Meter Slackline wäre übertrieben. Wenn ihr das zwischen zwei Bäumen macht, dann vergesst nicht einen Baumschutz anzulegen damit die Baumrinde heil bleibt. Und wählt bitte keine Stämme mit dem Durchmesser einer Gurke!

Dann heißt es: Schuhe aus, denn so habt ihr ein besseres Gefühl, wo Euer Fuß tritt. Und irgendwie ist es ja auch etwas Schönes das weiche Gras unter der Fußsohle zu spüren. Als nächstes setzen die Rechtshänder ihren rechten Fuß als erstes auf die Mitte der Slackline, die Linkshänder machen es mit dem linken Fuß. Dann drückt ihr Euren Oberschenkel durch und steht auf. Und hier liegt das Problem: Bei den meisten Anfängern ist hier schon Schluß, weil die Slackline anfängt zu zittern und mit ihr auch Euer Bein. Ihr probiert es also ein zweites Mal und dann ein drittes Mal und irgendwann seid ihr vollkommen entnervt. Nun habt ihr zwei Möglichkeiten: Entweder ihr startet am Baumstamm. Hier gibt die Slackline weniger nach. Oder ihr sucht Euch einen Freund oder eine Freundin, die Euch an die Hand nehmen. Entscheidet Euch selbst, ob ihr einen Baum umarmen wollt oder lieber einen hübschen Menschen! Sobald ihr oben auf der Slackline seid, setzt ihr einen Fuß vor den anderen. Euer Blick geht dabei nicht nach unten auf Eure Füße sondern ihr sucht Euch einen Fixpunkt geradeaus vor Euch. Bevor ihr jetzt aber anfangt meterweise die Slackline zu stürmen, versucht Euch in der Mitte der Leine erst mit einem, dann mit beiden Füßen aufzurichten und mehrere Sekunden mit einem Bein auf der Slackline zu stehen. Das geht in die Muskeln.

Erste Übung: Alleine auf der Slackline einen Fuß vor den anderen setzen
Erste Übung: Alleine auf der Slackline einen Fuß vor den anderen setzen

Wo gibt es gute Slackline-Tutorials?

Die Antwort auf diese Frage ist extrem einfach: im Internet, auf YouTube oder Vimeo. Daneben gibt es eine Reihe von Slackline-Communities und -Foren wie zum Beispiel das Forum von Slackliner.de oder die Community mit Deutschlandkarte des Herstellers Gibbon.

Alternativ geht doch einfach mal zu einem Slackline-Contest in Eurer Nähe und schaut Euch an wie das die Profis machen. So wie vor der Boulderhalle Stuntwerk in Köln am 14. Juni.

Ein Klassiker: die Buddha-Position auf der Slackline
Ein Klassiker: die Buddha-Position auf der Slackline
Wenn ihr die Basics hinter Euch habt, kann es mit Tricks losgehen
Wenn ihr die Basics hinter Euch habt, kann es mit Tricks losgehen
Mut, Wille und Körperbeherrschung solltet ihr mitbringen
Mut, Wille und Körperbeherrschung solltet ihr mitbringen

Wo kann man Slacklinen?

Wenn ihr Euch die erste Investition in eine Slackline sparen wollt und erstmal ausprobieren wollt, dann fragt am besten bei einer Boulder- oder Kletterhalle in Eurer Nähe nach, ob dort eine Slackline vorhanden ist. Alternativ bieten einige Städte sogar eigene Slackline-Parks. Ansonsten geht einfach bei schönem Wetter in einen großen Park und hört bei Slacklinern freundlich nach, ob ihr mal auf die Leine dürft. Die findet ihr dort an jedem dritten Baum. Wenn ihr Euch dagegen eine eigene Slackline kauft, dann prüft vor dem ersten Parkbesuch, ob dieser auch dafür freigegeben ist, denn ansonsten verschreibt das Ordnungsamt Euch einen saftigen Strafzettel. Wo, wann und wie auch immer ihr jetzt Slackliner werdet, ich wünsche Euch extrem viel Spaß dabei!

Wenn ihr nun Lust auf eine eigene Slackline habt, dann schaut mal hier vorbei. Es gibt eine Slackline für Einsteiger mit 15 Meter Länge für unter 30 Euro!
Slackline Classic Line 50mm breit, 15m lang – mit Langhebelratsche höchste Qualität

Dieser Artikel von mir ist auch als Gastbeitrag auf MY-SPORTBLOG-BERLIN erschienen.

 

Bouldergebiet Nangijala am Baldeneysee Essen

Stellt Euch vor ihr steht mitten in der Natur, die Sonne scheint und ihr rockt einen Boulder nach dem anderen – und das mitten im Ruhrgebiet. Endlich Sommer! Endlich etwas Abwechslung vom Plastik und Holz der Boulderhallen und raus in die Natur. In diesem Blogbeitrag will ich auch das Bouldergebiet Nangijala am Essener Baldeneysee vorstellen.

Das Bouldergebiet Nangijala liegt direkt am Baldeneysee - einfach wunderschön!
Das Bouldergebiet Nangijala liegt direkt am Baldeneysee – einfach wunderschön!

Vor wenigen Wochen habe ich auf stonevibes.de gelesen, dass es bei mir ganz um die Ecke mehrere kleine Bouldergebiete gibt – eins davon heißt Nangijala. Klingt irgendwie verwunschen. Bouldern im Freien – das habe ich mir vom dreckigen Kohlenpott nicht erwartet. Das Tolle an Nangijala ist, dass es auf stonevibes sogar eine Topographie des Bouldergebietes gibt. „Da müssen wir hin!“

Weiterlesen

Monkey Mania Boulderwettkampf im Monkeyspot

Am Samstag, den 30. Mai 2015, fand im Düsseldorfer Monkeyspot das erste Mal das Boulderevent MONKEY MANIA – BOULDERING COMPETITION statt. Die 35 Boulderprobleme haben mir persönlich Spaß gemacht. Zum warm werden gab es vier bis fünf wirklich einfache Boulder, danach ging es von mittelschwer bis extrem schwer.

Ich selbst habe glaub ich 16 der 35 Boulder entweder geflasht oder zumindestens fehlerfrei bis zu Ende gebouldert. Bei drei weiteren bin ich immerhin bis zur Zone gekommen. Ein paar Fotos vom Event findet ihr hier im Blogartikel. Bitte entschuldigt die miese Fotoqualität: Nach mehreren Stunden Bouldern war die Luft im Monkeyspot mit einem grauen Chalk-Schleier verhangen. Ja, und die Kamera am Smartphone ist auch nicht der Hit.

monkeyspot 1 Weiterlesen